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IT-Beratung im Wandel: Daten, Digitalisierung und Geschäftsmodelle

Beschreibung

Die IT-Beratung befindet sich derzeit im Wandel. Digitalisierung und Vernetzung sind Themen, die heute auf der strategischen Agenda ihrer Kunden weit oben stehen. Die Unternehmen der IT-Beratungsbranche müssen sich neuen strategischen, organisatorischen und technischen Herausforderungen der Klienten stellen. Im Fokus stehen hierbei neben potenziellen Effizienzgewinnen vor allem umfassende und teilweise disruptive Veränderungen von Geschäftsmodellen. Dabei ist zu beobachten, dass Daten in mehrfacher Hinsicht wachsende Bedeutung erfahren. Neue Geschäftsmodelle beruhen oft auf dem Einsatz von BigData-Technologien, Data Science und datenbasierten Wertschöpfungsketten. IT-Beratungs­organisationen übernehmen dabei eine Katalysatorfunktion: Sie helfen ihren Klienten, das Geschäftsmodell „data-driven“ auszurichten, „Daten in Werte“ zu wandeln und die erforderlichen Veränderungen der IT-Infrastruktur zu planen und umzusetzen.

Neben dieser veränderten Dienstleisterrolle werden Beratungsunternehmen auch intern zunehmend „data-driven“. Zum einen können sie Daten stärker in ihre Dienstleistungen integrieren und zum anderen kann ihr eigenes Geschäftsmodell signifikant verändert werden, wenn Daten zur Digitalisierung der Leistungserbringung genutzt werden, was wiederum zur Virtiualisierung von Beratungsleistungen führt.Der Grundgedanke besteht hierbei darin, den persönlichen Vor-Ort-Kontakt von Berater und Klient durch gezielten Einsatz von Technologie auf ein sinnvolles Minimum zu reduzieren. Eine wesentliche Motivation ist der Wunsch, im traditionell schlecht skalierenden Geschäftsmodell der Unternehmensberatung (mehr Projekte brauchen entsprechend mehr Berater) durch Technologieeinsatz eine höhere Skalierbarkeit zu erreichen. Hierfür sind ganz unterschiedliche Ansätze entwickelt worden, deren Extremfall das vollautomatisierte (also rein technologiebasierte) Consulting ist. In diesem Umfeld entstehen derzeit auch Self-Service Consultinglösungen, die Kunden auch ohne Beraterkontakt konsumieren können.

Diese Aspekte führen zu der Frage, welche Auswirkungen Daten, Digitalisierung und Vernetzung auf die IT-Beratung haben. Wie werden sich die Geschäftsmodelle, Prozesse und Dienstleistungen der Beraterbranche zukünftig verändern? Die Teilkonferenz ist offen für empirische, gestaltungsorientierte, konzeptionelle und kritische Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

Nachfolgend (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) einige mögliche Themen für Beiträge:

  • Aktuelle Trends und Perspektiven in der IT-Beratung und anderen, nah verwandten Professional Service Firms (IT Service Provider, andere Formen der Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung)
  • Änderungen in den Märkten und bei den Klienten der IT-Beratung
  • Zusammenwachsen von Beratungsfeldern
  • Veränderungen im Geschäftsmodell der IT-Beratung
  • Ansätze zur besseren Skalierung in der Unternehmensberatung
  • Plattformbasierte Formen des Consulting
  • Digitalisierung und Vernetzung bei internen Prozessen von Beratungsanbietern
  • Modularisierung der Wertschöpfungskette im Consulting
  • Automatisierte Formen der Unternehmensberatung und Self-Service Consulting
  • Auswirkungen der Trendthemen Digitalisierung und Vernetzung auf den „War for Talents“ in der Beratung und erforderliche Qualifikationen von BeraterInnen
  • Ansätze zur besseren Skalierung in der Unternehmensberatung
  • Chancen und Risiken der Virtualisierung von Beratungsleistungen aus Berater- und Klientensicht
  • Vorgehen bei Virtualisierungsinitiativen in der Unternehmensberatung
  • Status quo technologiegetriebener Beratungsansätze in der Praxis
  • Fallstudien zum Thema

Track Chairs

Prof. Dr. Volker Nissen (TU Ilmenau) (primärer Kontakt)

Prof. Dr. Thomas Deelmann (FHöV NRW)

Prof. Dr. Paul Drews (Leuphana Universität Lüneburg)