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Nachhaltige Digitalisierung und Bioökonomie

Beschreibung

Die digitale Transformation durchzieht alle Bereiche des Alltagsleben, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Somit kreuzt und interagiert die Digitalisierung zwangsläufig mit anderen gesellschaftlichen Prozessen wie das Streben nach Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Bioökonomie. Für die Wirtschaftsinformatik ergeben sich daraus zwei Handlungsfelder. Zum einen ist es die Gestaltung sozio-technischer Systeme, die selber den Anforderungen von Nachhaltigkeit und Bioökonomie genügen. Hierzu zählen beispielsweise die Reduzierung negativer Effekte bei der Herstellung, Betrieb und Entsorgung von Informationstechnologien (Green IT) oder die Mitarbeiter-orientierte Arbeitsorganisation (Arbeit 4.0). Zum anderen ist es die Gestaltung sozio-technischer Systeme, die wiederum den Anwender dazu befähigen, nachhaltige oder bioökonomische Konzepte und Ziel zu realisieren. Hierzu zählen die Gestaltung energieeffizienter Systeme (Energieinformatik), Transformation zu nachhaltigen Arbeitsprozessen (Green IS) und Digitalisierung in der Bioökonomie. Bioökonomie bezeichnet die wissensbasierte Erzeugung und Nutzung nachwachsender Ressourcen, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren für ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem bereitzustellen. Die Effektivität, Effizienz und somit die Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit nachhaltiger und bioökonomischer Produktions- und Kreislaufsysteme wird im Wesentlichen von der Leistungsfähigkeit der notwendigen Informationssysteme abhängig sein. Somit gibt es eine große, indirekte Verantwortung der Wirtschaftsinformatik für Klimawandel, ökologisches Wirtschaften und Biodiversität, die zum Beispiel über folgende Themenbereiche adressiert werden können:

  • Nachhaltige Ausgestaltung von IT/IS-Artefakten
  • Kriterien der nachhaltiger Digitalisierung
  • Digitalisierung in der Bioökonomie
  • Ressourcenoptimierte Kreisläufe und Wertschöpfungsketten
  • Landwirtschaft 4.0
  • Social Media im Umweltschutz
  • Nachhaltige Unternehmensarchitekturen
  • Umweltinformationssysteme
  • Gestaltung energieeffizienter Systeme
  • Smarte Umweltsensorik
  • Modellierung, Strategieentwicklung und Referenzarchitekturen im Kontext grüner Digitalisierung
  • Transformative Potentiale digital-vernetzter Produktion für Mensch, Umwelt und Technik
  • Theoretische Konzepte, Gestaltungsmöglichkeiten und Grenzen nachhaltiger IT/IS
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zur grünen Digitalisierung
  • Berufsfelder in der grünen Digitalisierung

Es können Beiträge in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden, die auf empirischen, theoretischen oder gestaltungsorientierten Forschungsansätzen basieren.

Ausgewählte Beiträge werden eingeladen in einer Special Issue der „AIS Transactions on Enterprise Systems“ zum Thema „Sustainable digitization and bioeconomy“ eingeladen.

Zielgruppe/Community:

  • Nachhaltigkeitsforscher,
  • Energieinformatiker,
  • IT-Architekten,
  • Supply Chain Manager,
  • Systemtheoretiker,
  • Agraringenieure,
  • Produktionswissenschaftler

Track Chairs

  • Dr. Edzard Weber, Universität Potsdam 
  • Dr. André Ullrich, Universität Potsdam