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In den letzten Jahren haben Experimente - sowohl in der akademischen Forschung als auch als A/B-Tests in Firmen – zunehmend an Popularität gewonnen. Dieser Workshop hat das Ziel, Wissenschaftlern mit keinem oder sehr geringem Vorwissen die nötigen Grundlagen zu vermitteln, um Experimente erfolgreich in die eigene Arbeit zu integrieren. Die Teilnehmer erfahren, wie Experimente und andere Forschungsmethoden einander ideal ergänzen können, und welche Bedeutung experimentelle Forschung für kausale Schlussfolgerungen hat. Die Konzeption von experimentellen Studien im Labor und im Feld wird ausführlich behandelt, verschiedene experimentelle Versuchspläne mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vorgestellt und häufige Herausforderungen und Stolpersteine besprochen. Ein besonderer Fokus des Workshops liegt auf der direkten Anwendung des erworbenen Wissens im Austausch miteinander. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit während des Workshops ihre eigenen Experimente zu konzipieren und zu diskutieren.

Agenda

Der Workshop besteht aus acht inhaltlichen Einheiten, in denen die folgenden Themen behandelt werden:

  • Experimente versus Beobachtungsstudien
  • Wesentliche Elemente von Experimenten
  • Manipulation im Experiment
  • Kontrolle von Störvariablen
  • Randomisierte Zuteilung
  • Experimentelle Versuchspläne
  • Externe und ökologische Validität
  • Ethische Erwägungen

Ungefähr alle 30 Minuten ist eine interaktive Einheit geplant. Hier können die Teilnehmer ihr erworbenes Wissen direkt anwenden und Schritt für Schritt ein eigenes Experiment konzipieren. Zum Abschluss des Workshops gibt es die Gelegenheit beim „Speed-Feedbacking“ das eigene Experimentaldesign zu perfektionieren und die Fertigkeit einzuüben, Experimente zu evaluieren und ihre Stärken und Schwächen zu identifizieren.

Zielgruppe

Wissenschaftler mit keinem oder sehr geringem Vorwissen zu experimenteller Forschung. Der Workshop richtet sich nicht ausschließlich an Teilnehmer der WI 2020.

Kurzbiographien der Organisatoren

Dr. Fenne große Deters ist Post-Doktorandin am Weizenbaum Institut (Forschungsgruppe Digitale Technologies and Well-Being) und der Universität Potsdam (Chair for Business
Informatics, esp. Social Media and Data Science). Sie interessiert sich für die Auswirkungen von IT auf das Individuum und forscht zum Einfluss von Smartphone-Nutzung, Social Media und Wearables auf das Wohlbefinden der Nutzer. Sie hat in Psychologie an der Freien Universität Berlin promoviert und im Anschluss 2,5 Jahre Arbeitserfahrung außerhalb der Wissenschaft im Bereich App-Entwicklung und datengestützte Qualitätssicherung gesammelt.

Ihre Forschung wurde u.A. in den Zeitschriften Journal of Research in Personality, Social Psychology and Personality Science, Computers in Human Behavior, Journal of Personality and Social Psychology und Psychosomatic Medicine publiziert. Ihre experimentelle Studie zu den Auswirkungen von Facebook Status Updates wurde sowohl wissenschaftlich als auch medial vielfach aufgegriffen und belegt seit mehreren Jahren einen der ersten Plätze unter den meistgelesenen Artikeln der Zeitschrift Social Psychology and Personality Science. Im Dezember 2019 erscheint ihr Artikel zum Thema Konzeption von Experimenten in den Proceedings der ICIS.